Antworten auf die wichtigsten Fragen
Informieren Sie sich in fünf Kapiteln aus erster Hand über das Bauprojekt.
Projektgrundlagen und Ziele
Die Schweizerische Nationalbibliothek hat den gesetzlichen Auftrag, das dokumentarische Kulturerbe der Schweiz zu sammeln, zu erschliessen, zu erhalten und zu vermitteln. Mit der Sanierung und Erweiterung wird die dafür notwendige Infrastruktur langfristig gesichert und für eine zukunftsfähige Nutzung weiterentwickelt.
Im Fokus stehen der Erhalt des denkmalgeschützten Bestands, die funktionale Weiterentwicklung zu einer modernen Kultur- und Wissensbibliothek sowie eine konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Nutzerorientierung. Die Nationalbibliothek soll als «lebendiges Gedächtnis der Schweiz für alle» wirken.
Das Gebäude ist ein bedeutendes Denkmal des «Neuen Bauens», das technisch, statisch und energetisch umfassend ertüchtigt werden muss. Auch muss die zukünftige Erdbebensicherheit gewährleistet werden. Gleichzeitig schafft das Projekt Raum für zeitgemässe Bibliotheksnutzungen, Veranstaltungen, Arbeitsformen und Austauschformate.
Durch die öffentliche Forumszone im Erdgeschoss, geöffnete Aussenräume und neue Zugänge wird die Nationalbibliothek stärker im Museumsquartier verankert und als offener Kultur- und Wissensort etabliert.
Zeitplan und Finanzierung
2026 erfolgen Bauprojektabschluss, Baueingabe und Kreditbewilligung; 2027 beginnen die Bauarbeiten. Nach aktuellem Planungsstand ist die Inbetriebnahme der sanierten und erweiterten Nationalbibliothek im Jahr 2034 geplant.
Die Finanzierung erfolgt über Bundesmittel und unterliegt der Kreditbewilligung durch das Eidgenössische Parlament.
Denkmalpflege und Nachhaltigkeit
Die Schweizerische Nationalbibliothek steht unter Denkmalschutz und ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung eingetragen. Das Bauprojekt setzt auf ein qualitätsvolles «Weiterbauen» der vorhandenen Struktur und respektiert die historische Bausubstanz, während neue Nutzungen integriert werden.
Vorgesehen sind der maximale Erhalt der bestehenden Bausubstanz, der Einsatz nachhaltiger Materialien sowie eine Optimierung von Energieeffizienz, Betriebs- und Lebenszykluskosten. Barrierefreiheit, Nutzungskomfort und soziale Integration sind zentrale Bestandteile des gesamtheitlichen Ansatzes.
Bauzeit
Mit Ausnahme der Bestände in den Tiefmagazinen zügelt die Schweizerische Nationalbibliothek im November 2026 an die Monbijoustrasse 72-74 («Titanic»). Sie wird ihren gesetzlichen Auftrag auch während der Bauphase erfüllen. Konkrete Regelungen zu provisorischen Lösungen, reduzierten Angeboten oder temporären Standorten werden aufgrund der baulichen Erfordernisse laufend definiert und kommuniziert.
Die Nutzung sämtlicher Dienstleistungen der Schweizerischen Nationalbibliothek wie auch deren physische Bestände bleibt auch im Provisorium an der Monbijoustrasse 72-74 in Bern gewährleistet.
Ihre Arbeitsplätze werden ebenfalls provisorisch an die Monbijoustrasse 72-74 gezügelt, bis die Sanierung und Erweiterung an der Hallwylstrasse 15 abgeschlossen sind. Dies wird voraussichtlich 2034 der Fall sein.